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Heizöl-Markt: Ungewisser Start ins neue Jahr

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N E W S L E T T E R

Heizöl-Markt: Ungewisser Start ins neue Jahr

Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

vor rund einem Jahr verfassten wir den letzten Newsletter, in dem es nicht um die Corona-Pandemie ging, die sich natürlich auch spürbar auf die Heizölpreise ausgewirkt hat.
Zum Start ins neue Jahr, gibt es weiterhin viele Fragen, auf die wir heute u. a. etwas näher eingehen werden.


Unsere Themen in dieser Ausgabe:
Wir hoffen, dass für Sie auch dieses Mal wieder interessante Informationen dabei sind und wir Ihnen helfen können, Ihr Heizöl zum richtigen Zeitpunkt günstig online zu bestellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr FastEnergy-Team
www.fastenergy.de




Ölmarkt-Analyse


Die Hoffnung, dass die Corona-Pandemie durch die nun zur Verfügung stehenden Impfstoffe bald in den Griff zu bekommen ist, prägt auch weiterhin das Denken und Handeln an den internationalen Finanzmärkten.
Seit November kennen die internationalen Ölpreise nur noch eine Richtung, wie aus dem nachfolgenden Chart sehr schön abzulesen ist.



Während die wichtigsten Aktienindizes in Anbetracht des Zustandes der globalen Konjunktur erstaunlicherweise auf oder zumindest in Nähe ihre Allzeithöchststände notieren, haben die Rohölpreise das höchste Niveau seit Februar letzten Jahres erreicht.

Wir hatten vor rund vier Wochen zugegebenermaßen auf eine bessere, also verbraucherfreundlichere Entwicklung gehofft, aber Saudi-Arabien hat uns hier einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Nachdem die Entscheidung der OPEC+ Gruppe Anfang des Jahres gefallen war, die Fördermengen zum Februar nicht wie ursprünglich geplant zu erhöhen, verkündete das saudische Königreich völlig überraschend zusätzlich, ihrerseits die Produktion um eine Million Barrel pro Tag eigenständig zurückzufahren.
Entsprechend gab dies den Ölpreisen zum Jahresstart nochmals einen Schub und aus dem eigentlich erwarteten Rückgang im traditionell sehr nachfrageschwachen ersten Quartal wurde leider - zumindest bis heute - nichts.

Warum wir die Hoffnung hier trotzdem noch nicht aufgeben liegt an den derzeit sehr vielen Unwägbarkeiten und offenen Fragen.
Wie entwickelt sich die Corona-Pandemie weiter?
Die neuen Mutationen aus Großbritannien und Südafrika stellen uns vor neue Aufgaben und sorgen dafür, dass die Einschränkungen immer noch größer werden. Dass dies in Folge massiv auf die Ölnachfrage drückt, ist sicherlich logisch nachvollziehbar und bedarf keiner gesonderten Erklärung.
Welchen Schaden nimmt die globale Wirtschaftsentwicklung durch die neuen Lockdowns?
Und wie lange können wir uns diese noch leisten? Die Verschuldungen der Staatshaushalte sprengen alle bisher gekannten Dimensionen und es wäre naiv zu glauben, dass sich dies, wie auch die strukturellen Veränderungen in der Unternehmenswelt, nicht nachhaltig auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken wird.
Schafft es China erneut, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen? 
Sollte dies nicht gelingen, sich die aktuellen Infektionszahlen weiter verschlechtern und der globale Wachstumsmotor ins Stottern geraten oder gar komplett ausfallen, würde dies wohl zu einem Zusammenbruch der globalen Wirtschaft führen.
Wie geht es in Libyen weiter? 
Hier haben die Ölexporte seit September zwar wieder stark zugenommen, die politische Lage bleibt aber weiterhin recht fragil und die jahrelang fehlenden Investitionen werden Folgen haben und sicherlich immer wieder zu Produktionsausfällen führen.
Wie geht es mit dem Iran weiter? 
In Teheran bereitet man sich bereits jetzt darauf vor, die Ölexporte deutlich zu steigern. Der neue US-Präsident Joe Biden wird wohl die Verhandlungen im Atom-Streit wieder aufnehmen, ob es hier aber zu einer Einigung kommen wird, steht derzeit noch in den Sternen.

Es gibt also zum Jahresstart sehr viele Fragen und offene Punkte, die den Ölpreis in die eine oder andere Richtung bewegen könnten. 
Eine Prognose über den weiteren Verlauf ist und bleibt daher äußerst schwierig und gleicht dem Blick in die berühmte Glaskugel.

Wir wollen es trotzdem riskieren und gehen davon aus, dass die Ölpreise ihr Potenzial nach oben weitgehend ausgeschöpft haben und sich aus Verbrauchersicht im schlechtesten Fall seitwärts entwickeln werden.


+ preistreibende Faktoren 
      
  • Förderkürzung durch Saudi-Arabien
  • Hoffnung auf Ende der Pandemie durch Corona-Impfstoffe 
  • Geschlossenens Handeln der OPEC+ Gruppe
  • Robuste Ölnachfrage aus China
  • Globale Ölbestände stabilisieren sich

- preisdrückende Faktoren        

  • Corona-Mutationen erfordert neue Lockdowns
  • Weltkonjunktur befindet sich in Rezession 
  • Iran könnte Ölexporte bald wieder aufnehmen
  • extrem hohe Reservekapazitäten und Ölbestände
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz/ Elektrifizierung



Heizölpreis-Prognose für die nächsten vier Wochen


Die Vorgaben von den internationalen Ölbörsen waren für den heimischen Heizöl-Markt in den letzten Wochen also nicht gerade berauschend. 
Warum die Notierungen dabei zuletzt nicht gestiegen, sondern sich eher seitwärts bewegt haben, ist mit den Sondereffekten CO2-Abgabe und Mehrwertsteuererhöhung zu erklären. 
Der Anstieg erfolgte aufgrund der massiven Bestellwelle hier im November steiler, dann fielen die Handelsmargen im Januar in sich zusammen.



Nun aber hängen die Heizölpreise wieder eng an den Rohölpreisen und natürlich auch im geringeren Ausmaß an der Entwicklung des Euro im Vergleich zum US-Dollar

Hier gab es in den letzten Tagen leider etwas Gegenwind, da der "Greenback" aufgrund einer fallenden Risikobereitschaft der Anleger als "sicherer Hafen" wieder etwas stärker gefragt war. Außerdem dürften die neuen verschärften Corona-Beschränkungen in einigen wichtigen EU-Ländern unsere Gemeinschaftswährung belasten.

Hierzulande bleibt die Nachfrage nach Heizöl in diesen Tagen auf einem sehr überschaubaren Niveau, was angesichts des hohen Bestellaufkommens der vergangenen Monate, ausgelöst unter anderem durch die extrem niedrigen Preise, nicht verwunderlich und auch so zu erwarten war. 
Die Tanks sind also überdurchschnittlich gut gefüllt und obendrein fehlt es an preislichen Kaufimpulsen, sodass die meisten Verbraucher das Marktgeschehen nach wie vor nur als Zuschauer verfolgen.

Es gäbe aber eigentlich auch gute Gründe, die für einen Heizöl-Kauf im Januar sprechen. 
Zum einen liegen die Notierungen aktuell immer noch unter dem Niveau der Vorjahre, zum anderen besagt unsere Statisik der letzten 20 Jahre, dass der Januar im Schnitt stets der günstigste Bestellmonat des Jahres war.



Natürlich kann dies in diesem Jahr auch völlig anders sein, was von vielen Faktoren abhängig ist, die wir oben auch bereits - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - erläutert haben.

Daher wollen wir heute auch keinen Tipp abgeben, sondern nur ein Einschätzung, wohin sich die Heizöpreise in den nächsten vier Wochen am wahrscheinlichsten entwickeln werden.

Da die Rohölpreise wohl nur noch wenig Spielraum nach unten haben und viele Devisenexperten den Euro mittelfristig eher im Aufwind sehen, gehen wir im schlechtesten Fall von stabilen Notierungen aus und hoffen sogar auf einen leichten Abwärtstrend.

Am besten Sie halten sich bei uns stets auf dem Laufenden und nutzen dazu neben unseren Preisrechner auch die aktuellen Marktberichte und unser kostenloses Preisabo!



E-Fuels - es tut sich was!


Bereits in der Vergangenheit haben wir an dieser Stelle immer immer wieder darüber informiert, dass synthetisch hergestelltes Heizöl künfig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.
Diese sogenannten e-Fuels werden aus Wasser und CO2 hergestellt und können als klimaneutral bezeichnet werden, falls der dazu benötigte Strom "grün" ist. 
Kraftstoffe können dabei problemlos in bestehenden Diesel- oder Benzinmotoren eingesetzt werden, synthetisches Heizöl in allen gängen Heizkesseln
In der Praxis ist diese Technik seit längerer Zeit erprobt, nun geht es an die Umsetzung in größeren Projekten!

Und hier gibt es aktuell zwei vielversprechende Vorhaben.

Als erstes sei hier das Projekt der Konzerne Siemens und Porsche genannt, die in einem windreichen Gebiet Chiles bereits im nächsten Jahr 130.000 Liter E-Fuels produzieren wollen. Bis 2026 soll diese dann schrittweise auf 550 Millionen Liter pro Jahr ausgebaut werden. 

Auch wenn dies im Verhältnis zum weltweiten Bedarfs an Öl derzeit nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, soll dieses Projekt ein Zeichen setzen und beweisen, dass viele ähnliche Produktionen an günstigen globalen Standorten möglich und auch wirtschaftlich sinnvoll wären. Man denke hierbei nur an das riesige Potenzial von PV-Strom in Nordafrika.

Ein weiteres nationales Projekt startet hier in Deutschland zwischen der UNITI, dem Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen und rund zwei Dutzend der darin organisierter Mitgliedsunternehmen, mit dem Unternehmen INERATEC GmbH mit Sitz in Karlsruhe.
Bereits ab Ende des Jahres sollen Autofahrer an ausgewählten Tankstellen den klimaneutralen Kraftstoff tanken können! 
Hergestellt wird dieser in Frankfurt-Höchst, die Produktionskapazität soll dabei zunächst bei rund 200.000 Liter E-Fuels pro Jahr liegen.

Auch hier ist das vorrangige Ziel aufzuzeigen, dass die Herstellungskosten mit steigender Kapazität deutlich, langfristig sogar auf unter einen Euro pro Liter fallen können.

E-Fuels sollen dabei keine Konkurrenz zur Elektotechnik sein, sondern eine sinnvolle Ergänzung in Bereichen, wo eine CO2-Neutralität nicht oder nur schwer umsetzbar ist. Hier ist vor allem an den Flug- und Schiffsverkehr, aber natürlich auch den Straßenverkehr und an zahlreiche Heizungsanlagen zu denken.

Sollten Sie sich mit dem Gedanken tragen, ihre Heizung in den nächsten Jahren modernisieren zu wollen, sollten sie auf jeden Fall auch diese Option im Kopf behalten!

... und so könnte der bzw. Ihr Weg aussehen:


(Quelle: IWO)





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