DE · fastenergy.de

Heizöl-Markt: Versorgungsprobleme treiben Preise nach oben!

This email was sent

Is this your brand on Milled? Claim it.

N E W S L E T T E R

Heizöl-Markt: Versorgungsprobleme treiben Preise nach oben!

Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

die Heizölpreise haben sich in den letzten Wochen leider weiter verteuert und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Ende März diesen Jahres. 
Wir versuchen in dieser Ausgabe unseres Newsletters u. a. zu analysieren, warum dies so ist, obwohl die Rohölpreise mittlerweile sogar auf Vorkriegsniveau zurückgefallen sind.


Unsere Themen in dieser Ausgabe:
Wir hoffen, dass für Sie auch dieses Mal wieder interessante Informationen dabei sind und wir Ihnen helfen können, Ihr Heizöl zum richtigen Zeitpunkt günstig online zu bestellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr FastEnergy-Team
www.fastenergy.de




Ölmarkt-Analyse


Wie eingangs bereits erwähnt, sind die Rohölpreise mittlerweile auf das niedrigste Niveau seit Mitte Februar und somit vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine gefallen, was auf dem nachfolgenden Chart sehr schön zu ersehen ist.



Die Gründe hierfür sind vor allem die Sorge vor einer globalen Rezession und die Aussicht, dass der Iran schon bald wieder mehr Öl exportieren, da das seit langem verhandelte Atomabkommen nach aktuellem Stand nun endlich bald abgeschlossen werden könnte.

Hauptthema ist aber natürlich die weltweite Konjunktur, die derzeit stark unter den gestörten Lieferketten und der hohen Inflation leidet. 
Außerdem zeigen sich erste Spuren der restriktiven Null-Covid-Strategie der chinesischen Regierung, denn die zuletzt vermeldeten Wirtschaftsindikationen aus dem Reich der Mitte fielen alles andere als überzeugend aus. 
Sollte sich dieser Trend fortsetzen und China das Wachstum der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte nicht halten können, dürfte sich dies auch auf andere Regionen, vor allem auf Europa auswirken.

Der Markt rechnet also zumindest mit einer deutlichen Abschwächung der globalen Wirtschaftstätigkeit und in Folge mit einem zurückgehenden Ölverbrauch, was sich zuletzt eben auf die Entwicklung der internationalen Rohölpreise ausgewirkt hat.

Sieht man aber etwas genauer hin und betrachtet den Verlauf der Produktpreise, sieht die Sache leider schon etwas anders aus. 
Weltweit fehlende Raffineriekapazitäten haben dazu geführt, dass Gasöl (Vorprodukt von Heizöl bzw. Diesel) und Benzin weltweit knapp sind und der Preis-Chart hier nicht ganz so positiv, also verbaucherfreundlich verläuft.



Die Gasölpreise sind zuletzt zwar auch etwas zurückgefallen, liegen derzeit aber deutlich über dem Niveau vom Februar.
Vor allem die Notierungen in Euro, womit wir schon beim nächsten Thema wären.

Der nachfolgende Chart zeigt die Entwicklung der "Ölwährung" US-Dollars im Vergleich zum Euro.



Seit Mitte Februar hat die US-Währung um deutlich mehr als zehn Prozent zugelegt, was nichts anderes heißt, als dass sich die Ölimporte Europas dadurch zusätzlich um den gleichen Wert verteuert haben.

Dies alles hat dazu geführt, dass die in den Medien oft genannten Rohölpreise zwar deutlich nachgeben haben, beim Heizölkauf und an der Tankstelle dies aber kaum spürbar ist.
Hierzu beim nächsten Thema aber noch mehr.

Was die Rohölpreise anbetrifft, erwarten wir in den nächsten Wochen keine signifikante Erholung, aber auch keinen Absturz. Dazu ist die Verfassung der globalen Konjunktur noch zu gut und die globalen Öl- und hier vor allem Produktbestände zu niedrig!

+ preistreibende Faktoren 
      
  • Gas- bzw. Energiekrise in Europa
  • OPEC+ Gruppe kann Förderziele nicht erreichen
  • Unsichere Lage in Libyen und in Nahost
  • Globale Ölbestände auf niedrigem Niveau

- preisdrückende Faktoren        

  • Globale Konjunkturentwicklung
  • Null-Covid-Strategie in China
  • Atomabkommen mit dem Iran vor Abschluss
  • Klimakrise drückt mittel- und langfristig auf Nachfrage



Heizölpreis-Prognose für die nächsten vier Wochen


Wenn man in diesen Tagen an die Tankstelle fährt oder sich mit dem Heizölkauf beschäftigt, zeigt sich die oben beschriebene Entwicklung am Rohölmarkt leider nicht.

Im Gegenteil, die Diesel- und Benzinpreise sind trotz vorübergehender Steuerermäßigung auf dem höchsten Stand seit Kriegsausbruch angestiegen und auch die Heizöl-Notierungen verteuern sich stetig.



Bei der Anaylse des Ölmarktes haben wir schon dargestellt, warum die Rohölpreise derzeit wenig Aussagekraft für die hierzulande angebotenen Ölprodukte haben.
Hier kommt derzeit aber noch ein zusätzlicher Faktor hinzu, der hauptverantwortlich für das derzeit sehr hohe Preisniveau bei Kraftstoffen und Heizöl ist.

Der extrem trockene Sommer hat die Pegelstände von Rhein, Main, Donau etc. teilweise auf neue Rekordtiefs gedrückt und es gibt massive Probleme in der Binnenschifffahrt. Die Frachten haben sich in Folge massiv erhöht und dies zeigt sich auch in einer regional stark unterschiedlichen Preisentwicklung.

Gerade die Versorgung über die Wasserstraßen ist derzeit aber enorm wichtig, da man sich ja unabhängig von den russischen Lieferungen über die Pipelines aus dem Osten machen will.
Zwangsläuftig müssen andere Versorgungswege gefunden werden, die aber leider oftmals wesentlich teuerer sind.

Viele Händler bekommen kaum ausreichend Nachschub und schieben zahlreiche Kundenaufträge vor sich her. Die Lieferzeiten sind in den letzten Wochen und Monaten stetig angestiegen und liegen derzeit auf dem höchsten Niveau seit dem Corona-Bestellboom, als die Preise noch bei rund 40 Cent pro Liter lagen.



In der Angst vor weiter steigenden Notierungen und auch vor einer eventuell vor dem Winter ausbleibenden Lieferung, ist die Nachfrage in den letzten Wochen stark angestiegen. Das Bestellaufkommen liegt derzeit um 50 bis 100 Prozent über dem, was sonst um diese Jahreszeit üblich ist.

Die Folge ist ein permanenter Anstieg der Heizölpreise, obwohl die Rohölpreise, wie bereits des öfteren erwähnt, gleichzeitig auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar zurückgefallen sind.
In einigen Regionen sind derzeit sogar gar keine Angebot zu erhalten. Dennoch muss niemand Sorge haben, dass er nicht beliefert wird. Eine rechtzeitige und vorausschauende Disposition ist aber unabdingbar.

Wir rechnen damit, dass sich die Lage erst zu Beginn der Heizperiode wieder etwas entspannen wird, da in diesen Tagen und wohl auch in den nächsten Wochen sehr viele Käufe vorgezogen werden. Wichtig wäre dabei natürlich, dass die Pegelstände in den Flüssen wieder steigen.

Am besten Sie bleiben über unsere täglichen Marktberichte eng am Ball und verfolgen stetig die Preisentwicklung für Ihren Ort.
Wenn Ihr Tank noch gut gefüllt ist, ist Zuwarten sicherlich nicht die schlechteste Idee, denn derzeit notieren die Heizölpreise rein rechnerisch um rund 50 Cent pro Liter zu hoch.



Ölheizung - wo sind die Alternativen?


Wer "noch" mit einer Ölheizung sein Häuschen oder seine Wohnung heizt, wurde in den letzten Jahren oft etwas schief angeschaut und als wenig fortschrittlich betrachtet. 
Dabei wird in Deutschland aus gutem Grund rund jede dritte Wohnung mit Öl beheizt. Energieeffiziente Brennwertgeräte haben einen hohen Wirkungsgrad und im Vergleich zu alten Niedertemperaturheizungen einen deutlich verminderten CO2-Aussstoß!

Die Alternativen waren im ländlichen Raum oft Pellet-, für viele in eher städtischen Gebieten aber auch Gasheizungen. 

WAREN muss man derzeit nüchtern feststellen, denn derzeit möchte wohl kaum ein Besitzer einer Ölheizung mit einer Gastherme oder einen Pelletofen tauschen.
Der Grund ist schlichtweg der, dass akutell mit keiner anderen Heizung günstiger und vor allem sicherer geheizt werden kann.

Während sich die Gaspreise bislang in etwa verdrei- bis vervierfacht haben, liegen die Pelletspreise derzeit bei rund 800 Euro pro Tonne. Im letzten Jahr mussten hier lediglich gut 200 Euro bezahlt werden! 
Die Heizölpreise sind seit Kriegsausbruch "nur" um rund 60 Prozent angestiegen!

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung die Förderung von Biomasse-Heizungen per 15. August drastisch von 35 auf nur noch 10 Prozent reduziert hat.

Das Schlimmste ist aber, dass in weiten Teilen Deutschlands überhaupt keine Pellet-Lieferungen mehr angeboten werden können und auch die Gaskunden gehen sicherlich mit einem etwas mulmigen Gefühl in die bald schon beginnende Heizperiode und hoffen auf einen milden Winter.

Wenn technisch möglich, wäre eine Wärmepumpe sicherlich eine Alternative. Diese sind aber auf Monate ausverkauft und verbrauchen jede Menge Strom, dessen Preis ja in letzter Zeit ebenfalls explodiert ist.
Aber auch hier wurde die Bafa-Förderung um 10 auf nun nur noch 25 Prozent reduziert.

Wer also eine Ölheizung hat, kann sich in diesen Tagen glücklich schätzen. Diese hat, vor allem in Kombination mit regenerativen Systemen wie PV oder Sonnenkollektoren, durchaus seine Berechtigung und auch eine Zukunft! 
Auch weil derzeit bereits co2-neutrale, synthetisch aus grünem Wasserstoff hergestellte Heiz- und Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, erprobt und bald marktreif sein werden. 





Sie können den Newsletter jederzeit deaktivieren, indem Sie auf nachfolgenden Link klicken: Newsletter abmelden
FastEnergy GmbH • Schwedenschanze 14 • D-84130 Dingolfing • Telefon: + 49 (0) 87 31 / 74 09 62 - 0 • Telefax: + 49 (0) 87 31 / 74 09 62 - 2 • E-Mail: [email protected] • Internet: www.fastenergy.de • Geschäftsführer: Josef Weichslberger, Frank Gehret • Registergericht: Amtsgericht Landshut • Registernummer: HRB 6090 • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 228442599
Startseite | Impressum | Kontakt | AGB | Datenschutz

Recent emails from fastenergy  See more