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Heizl-Markt: Energiemrkte vor tiefgreifenden Vernderungen

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N E W S L E T T E R

Heizöl-Markt: Energiemärkte vor tiefgreifenden Veränderungen

Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

der Einmarsch Russlands in die Ukraine und die sich dadurch ergebenden Verwerfungen bringen tiefgreifende Veränderungen u. a. im Öl- und Gasmarkt mit sich. 
Wir wollen heute mitunter beleuchten, wie sich das auch auf das Heizen mit Öl auswirken wird.


Unsere Themen in dieser Ausgabe:
Wir hoffen, dass für Sie auch dieses Mal wieder interessante Informationen dabei sind und wir Ihnen helfen können, Ihr Heizöl zum richtigen Zeitpunkt günstig online zu bestellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr FastEnergy-Team
www.fastenergy.de




Ölmarkt-Analyse


In der internationalen Politik gibt es seit Ausbruch der Krieges in der Ukraine einen Zeitenwechsel und wir befinden uns leider mitten in einem neuen kalten Krieg
Vor allem Europa wird deutlich vor Augen geführt, dass man sich in den letzten Jahrzehnten in einer nahezu sträflichen Art und Weise in die Abhängigkeiten von einem totalitären System begeben hat. 
Dies soll aber nicht heißen, dass es anderen Ländern besser ergeht. Den USA beispielsweise war die Abhängigkeit vom Öl im Nahen Osten aber wohl stärker bewusst, was vor allem die Golf-Kriege beweisen.
Es wird also mehr oder weniger der ganzen Welt in Erinnerung gerufen, wie fragil unser Energiesystem ist und wie wichtig hier eine Diversifizierung ist. Dazu aber weiter unten mehr!

Die Rohölpreise haben sich angesichts dieser prekären Situation in den letzten Wochen eigentlich recht moderat entwickelt und sind kurzzeitig sogar unter die 100-Dollar-Marke zurückgefallen. Mittlerweile haben die Notierungen aber wieder etwas angezogen.



Hauptgrund für den zwischenzeitlich deutlichen Rückgang war vor allem die Corona-Lage in China. Die Null-Covid-Strategie der dortigen Regierung stößt mit der Omikron-Variante an ihre Grenzen. Noch versuchen die Machthaber mit Lockdowns und massiven regionalen Beschränkungen gegenzusteuern, aber ob die weitere Ausbreitung dadurch verhindert werden kann, ist höchst zweifelhaft.
Auf jeden Fall wirken sich die Maßnahmen massiv auf den Ölverbrauch aus und dies nicht nur unmittelbar durch den rückläufigen Verkehr. Auch die Wirtschaft erleidet massiven Schaden und dies beeinträchtigt durch die internationalen Lieferketten auch die globale Konjunkturentwicklung.
Nicht wenige renommierte Volkswirte sehen in der Corona-Politik Chinas das derzeit größte Risiko für die Weltwirtschaft.

Aber auch die von den USA initiierte und von der Internationalen Energieagentur (IEA) aufgestockte Freigabe strategischer Ölreserven in einem historisch hohen Ausmaß, hat zumindest vorübergehend seine Wirkung nicht verfehlt. In den nächsten Monaten sollen so 240 Millionen Barrel zusätzlich auf den Markt kommen, was täglich dann je nach Tempo immerhin 1,3 bis 1,8 Millionen Fass pro Tag sein sollten. 
Dass dies aber nur kurzfristig Entlastung bringen wird, liegt in der Natur der Sache, denn die Reserven müssen natürlich auch wieder aufgefüllt und die Mengen dem Markt dann irgendwann wieder entzogen werden.
Dies sollte idealerweise dann geschehen, wenn der Ölmarkt wieder ausreichend und komfortabel versorgt ist. Wann das sein wird, steht aber noch in den Sternen, denn noch ist man nicht in der Lage, russisches Öl in einer Größenordnung von 6 bis 7 Millionen Barrel pro Tag zu ersetzen - weder die OPEC+ Organisation, noch die Ölindustrie der USA.
Hier geht es über Monate hinweg nur sehr mühsam in Schritten von ca. 0,1 Mio. Barrel pro Tag nach oben und auch das wichtige Produzentenbündnis um Saudi-Arabien tut sich schwer, die Mengen spürbar zu steigern.

Entscheidend für den weiteren Verlauf der internationalen Ölpreise dürfte das politische Verhalten vor allem Indiens sein. Sollte der mittlerweile drittgrößte Ölverbraucher der Erde weiter auf russisches Öl setzen, dürfte die Versorgung sichergestellt sein, denn über die dortigen Raffinerien würden die boykottierten Mengen in Form von Benzin, Heizöl und Diesel oder Kerosin wieder auf den globalen Markt kommen. 
Der Druck dürfte aber auch hier - wie bereits in der EU - wachsen!

Denn wenn nicht die gesamt Welt geschlossen handelt, machen die Energie-Sanktionen natürlich nur wenig Sinn!

+ preistreibende Faktoren 
      
  • Krieg in der Ukraine - Sanktionen gegen Russland
  • OPEC+ Gruppe kann vereinbarte Fördermengen nicht einhalten
  • Druck auf Abnehmer russischen Öls wächst
  • Unsichere Lage in Libyen und in Nahost
  • US-Ölförderung wächst nur langsam
  • Globale Ölbestände auf niedrigem Niveau
  • Atomabkommen mit dem Iran ist ins Stocken geraten

- preisdrückende Faktoren        

  • Corona-Politik in China
  • Freigabe strategischer Ölreserven
  • Konjunkturentwicklung leidet unter hohen Rohstoffkosten und Lieferengpässen
  • Klimakrise drückt mittel- und langfristig auf Nachfrage



Heizölpreis-Prognose für die nächsten vier Wochen!


Die Heizölpreise hierzulande sind in den letzten Wochen erfreulicherweise deutlich zurückgefallen, nachdem die Notierungen ja kurzzeitig sogar auf über 2 Euro pro Liter hochgeschnellt waren. 
Mittlerweile ist ein Niveau von rund 1,30 Cent pro Liter erreicht, was wieder halbwegs erträglich erscheint.



Dennoch liegen die Heizölpreise im Vergleich zu den internationalen Rohöl-Notierungen immer noch auf einem deutlich zu hohen Niveau, was mit der physischen Warenverfügbarkeit zu erklären ist. 
Vor allem Mittel- und Osteuropa wird bzw. wurde zu einem Großteil über Pipelines aus Russland versorgt. Diese Mengen müssen nun ersetzt bzw. umgeleitet werden und hier stockt die Versorgung. 
Vor allem auch über die Rhein-Schiene, die von den ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) gespeist wird, kommt in den letzten Wochen einfach nicht genügend Gasöl, Diesel oder Heizöl durch und so tun sich beispielsweise Großhändler immer noch mit Preiszusagen schwer, die über mehrere Wochen im Voraus getroffen werden sollen.
Die Folge sind Risikoaufschläge, die sich in der nachfolgenden Grafik sehr schön widerspiegeln.



Länder wie beispielsweise Italien werden überwiegend über den eigenen Hafen in Genua über das Mittelmeer versorgt und tun sich hier sicherlich um einiges leichter, die Versorgung aufrecht zu erhalten.

Wann sich die Lage hier wieder normalisieren wird, ist derzeit schwer abschätzbar und hängt natürlich in erster Linie auch davon ab, ob es ein EU-Ölembargo gegen Russland geben wird.

Auch von Währungsseite gibt es leider weiterhin Gegenwind. So ist der US-Dollar im Vergleich zum Euro auf das höchste Niveau seit gut fünf Jahren geklettert. Nur in den Jahren nach Einführung unserer Gemeinschaftswährung musste noch deutlich mehr für den Tausch in die Ölwährung Dollar gezahlt werden.



Alles in allem sehen wir für die nächsten Wochen leider keine Entspannung an den internationalen Ölmärkten und somit auch nicht bei den Heizöl-Notierungen
Die noch vorhandenen Risikoprämien werden sich angesichts der unsicheren Lage kaum mehr auflösen lassen.

Wir empfehlen gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern auf aktuellem Niveau zum Kauf.




Persönliche Einschätzungen zur aktuellen Lage an den Energiemärkten


Wem es bislang noch nicht bewusst war, dem sollte es zumindest jetzt klar sein: Das Thema Energie ist wichtiger denn je und wird uns in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen stellen.
Zur Dimension Klima ist nun noch das Thema Politik hinzugegkommen!

Dabei sollten wir den nötigen Wandel als Chance begreifen und uns nicht blind von einer Abhängigkeit in die nächste begeben! 
Wenn ein Bürgermeister im Bezug auf ein neu geplantes LNG-Terminal von einem großen Schritt in die Unabhängigkeit spricht, heißt das nur, sich in die Abhängigkeit eines anderen zu begeben. In diesem Fall hin zu einem Land, das noch kürzlich von einem gewissen Donald Trump regiert wurde, der nur wenig für die Energieversorgung Europas übrig hatte und bald wieder zur Wahl antreten wird. Dies soll aber natürlich die Hilfbereitschaft der aktuellen US-Regierung nicht in ein schlechtes Licht rücken.

Die Aufgabe sollte aber nicht "nur" sein, die Versorgungsströme umzuleiten, sondern die Anstrengungen auch massiv in Richtung erneuerbare Energien voranzutreiben und somit zu einer wirklichen Unabhängigkeit und natürlich auch zur angestreben CO2-Neutralität zu kommen.
Dazu gehört sicherlich auch die Verstärkung des Engagements in Richtungs E-Fuels. Diese wurden in der Vergangenheit politisch zu stark vernachlässigt, was sich in nächster Zeit aber durchaus ändern könnte bzw. sollte.
Denn allein mit der Elektrifizierung wird die Klima- und Energiewende nicht zu schaffen sein
Es gibt zuviele Lücken, die mit Strom allein nicht zu schließen sind, sei es der Flug- oder Schwerlastverkehr, aber auch die Beheizung von Gebäuden
Mittels grünem Strom hergestellter Wasserstoff, der ja für die Herstellung der E-Fuels (synthetische hergestellte Kraft- und Heizstoffe) von Nöten ist, wird nicht günstig sein, das muss klar sein. Aber es wäre ein gangbarerer Weg, der aber zweifelsohne starke Opferbereitschaft erfordert. 
Windanlagen in Regionen oder Landschaften, die ohne sicherlich schöner aussehen würden.... Noch mehr PV-Anlagen auf Flächen die völlig ungenützt sind, wie beispielsweise Dächer und Parkplätze von Supermärkten, Schulen, Gewerbebetrieben etc. ...Große Solaranlagen im Süden Europas mit teueren Versorgungsleitungen.....

Ich bin noch in einer Zeit aufgewachsen, in der es nicht ungewöhnlich war, dass im Haus nur ein Raum beheizt war bzw. beheizt werde konnte. 
In dieser Zeit hatte die Wärme sicherlich nicht nur für mich noch einen ganz anderen Stellenwert als heute!

Wahrscheinlich müssen wir uns also darauf einstellen, dass Grundbedürfnisse wie Nahrung oder eben auch Wärme im Rang wieder über den Vergnügungsthemen wie Urlaub, Konsum etc. stehen und entsprechend auch wieder einen Großteil unseres Haushaltsbudget einnehmen werden.

Die unabdingbare Energiewende auch noch sozialverträglich zu bewerkstelligen, ist die nächste große Herausforderung von Politik und Gesellschaft! 


Eine persönliche Meinung von Josef Weichslberger, Geschäftsführender Gesellschafter der FastEnergy GmbH





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