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Heizl-Markt: Heizlpreise auf Langzeithoch!


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N E W S L E T T E R

Heizöl-Markt: Heizölpreise auf Langzeithoch!

Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

die Heizölpreise haben seit der letzten Ausgabe unseres Newsletters weiter deutlich zugelegt und stehen mittlerweile auf dem höchsten Niveau seit Ende des Jahres 2018.
Wir wollen uns heute mit der Frage beschäftigen, ob der Höhepunkt schon erreicht ist, oder ob es noch weiter nach oben gehen kann.



Ölmarkt-Analyse


Die Versorgungslage am Ölmarkt ist und bleibt aller Voraussicht nach angespannt. 
Mittlerweile hat die globale Nachfrage in etwa wieder das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht, das Angebot kann damit aber nicht Schritt halten.
In Folge gehen die globalen Ölbestände immer weiter zurück und die Rohölpreise steigen, wie aus nachfolgenden Chart klar abgelesen werden kann.



Der Gründe für das derzeit zu knappe Angebot sind vielfältig. 
Einen großen Anteil hat natürlich die OPEC+ Gruppe, die trotz der zuletzt erhöhten Produktionsmengen weiterhin auf der Förderbremse steht. 
Der Plan sieht zwar vor, dass die Quote bis Jahresende monatlich um 400.000 Barrel pro Tag erhöht wird, dies dürfte aber nicht ausreichen, um die aktuell starke Nachfrage zu decken. 
Ob das Kartell auf die aktuelle Unterversorgung beim nächsten Treffen Anfang Oktober reagieren wird, ist eher unwahrscheinlich, aber sicherlich nicht ganz auszuschließen.

Hinzu kommen die aktuellen Förderausfälle im Golf von Mexiko, die durch den Hurrikan "Ida" verursacht wurden. 
Die Schäden an der US-Ölinfrastruktur sind sogar noch größer als "Katrina" im Jahr 2005 angerichtet hatte. 
Entsprechend langsam geht es mit der Ölförderung recht zaghaft nach oben. Normalerweise würde diese aktuell wohl bei mindestens 11,5 Millionen Barrel pro Tag liegen, derzeit können aber gerade rund 10 Millionen Fass am Tag gefördert werden. 

Ein dritter Grund ist die weiterhin angeschlagene US-Schieferölindustrie, die sich nur sehr langsam vom Ölpreis-Schock im letzten Jahr erholt. 
Aktuell gibt es rund 400 aktive Bohranlagen und damit gut doppelt so viele wie im September letzten Jahres. Vor der Corona-Pandemie und dem Verfall der Ölpreise lag die Zahl jedoch bei 680 und im Hoch sogar bei knapp 900 Einheiten.
In Zeiten des Kimawandels und des geplanten Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern sitzt das Geld der Investoren nicht mehr ganz so locker wie früher!

Zu guter Letzt hat sich auch die Hoffnung, dass der Iran schon bald wieder als bedeutender Ölexporteuer zurückkehren wird, zerschlagen. 
Die Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Atomabkommens von 2015 liegen seit der Neuwahlen im Iran auf Eis und es steht derzeit in den Sternen, ob und wann diese wieder aufgenommen werden. 
Vorher dürften die Sanktionen gegen Teheran sicherlich nicht gelockert werden und somit auch keine größeren zusätzlichen Mengen an Öl auf den Markt kommen.

Preisdrückend wirken in diesen Tagen nur die immer wieder neuen Beschränkungen und Probleme wegen und mit der Delta-Variante des Corona-Virus. 
Die "Null-Covid-Strategie" Chinas sorgt immer wieder für neue strikte Lockdowns und sorgt für Unsicherheit auf den Weltmärkten. Schließungen von größeren Häfen wirken sich schnell auf globale Versorgungsketten aus und drücken somit nicht nur den Ölbedarf in China.

Trotzdem dürfte nach den neuesten Monatsberichten von EIA, OPEC und der IEA bei der weltweiten täglichen Nachfrage die 100-Millionen-Barrel-Marke spätestens im nächsten Jahr erreicht werden.
Sollte das Angebot bis dahin nicht bedeutend aufgestockt werden, könnten die Ölpreise wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter (stark) steigen.

+ preistreibende Faktoren 
      
  • OPEC+ Gruppe hebt Fördermengen nur zögerlich an
  • US-Ölförderung deutlich unter Vorkrisenniveau
  • Hurrikan Ida legt weite Teile der Ölförderung im Golf von Mexiko lahm
  • Globale Ölbestände gehen weiter zurück
  • Atom-Verhandlungen mit Iran liegen auf Eis
  • Unsichere Lage in Libyen und im Nahen Osten

- preisdrückende Faktoren        

  • Unsicherheiten bezüglich neuer Virus-Mutationen und Impfdurchbrüchen
  • neue Lockdowns und Einschränkungen u. a. in China 
  • Hohe Reservekapazitäten der OPEC-Länder
  • Klimakrise drückt mittel- und langfristig auf Nachfrage



Heizölpreis-Prognose für die nächsten vier Wochen


Die Heizölpreise haben sich in den letzten vier Wochen leider alles andere als verbraucherfreundlich entwickelt. 
Zuletzt ging es mit den Notierungen stark nach oben, auf den höchsten Stand seit zwei Jahren und das höchste Niveau seit Ende 2018.



Hierfür sind zum einen natürlich die hohen Rohölpreise, aber auch die erstmals zu Beginn des Jahres erhobene staatliche CO2-Abgabe verantwortlich. 
Ohne dieser würden die Heizöl-Notierungen in etwa auf Vorkrisenniveau stehen.

Der Anstieg hat sich vollzogen, obwohl die Inlandsnachfrage weiterhin auf einem recht moderatem Niveau verharrt und der von uns in der letzten Ausgabe unseres Newsletters befürchtete Sondereffekt bislang ausgeblieben ist.
Diesen wird es aber wohl in den nächsten Tagen und Wochen geben, denn die bisherige Kaufzurückhaltung wird mit den sinkenden Temperaturen in den nächsten Wochen aufgegeben und die Tanks gefüllt werden müssen. 
Dies dürfte zu steigenden Händlermargen, aber auch zu erhöhten Lieferzeiten führen.

Aktuell sollte man - wenn überhaupt - nur mit einem sehr komfortablen Tankvorrat auf bessere Preise spekulieren.
Ob diese in absehbarer Zeit kommen werden, ist - wie oben ausführlich erläutert - aber stark zu bezweifeln.

Der Einfluss vom Devisenmarkt bzw. von Währungsseite auf die Heizölpreise ist zwar eher gering, aber auch dieser Seite kommt leider eher Gegenwind. 
Der Euro hat in den letzten Wochen und Monaten im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar immer weiter nachgegeben, bzw. der Dollar sich erhöht, was die Ölimporte entsprechend verteuert.



Von daher gilt nach wie vor unser Rat, die Heizöl-Bestellung rechzeitig zu tätigen!
Ein stärkerer Preisrückgang an den internationalen Ölmärkten ist äußerst unwahrscheinlich, dafür aber eine stark steigende Nachfrage in den nächsten Wochen so gut wie sicher.




Mit freundlichen Grüßen

Ihr FastEnergy-Team
www.fastenergy.de



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