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Heizl-Markt: Trendwende?


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N E W S L E T T E R

Heizöl-Markt: Trendwende?

Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

nach einem wochen- und monatelangen Anstieg, haben die Heizölpreise in Deutschland in den vergangenen zwei Wochen deutlich spürbar nachgegeben. Ist das bereits die langersehnte Trendwende?
Wir versuchen heute eine Antwort darauf zu geben.



Ölmarkt-Analyse


Nachdem die internationalen Rohölpreise Ende Oktober das höchste Niveau seit rund sieben Jahren erreicht haben, ist am Markt eine gewisse Beruhigung eingetreten. Die Notierungen sind mittlerweile sogar auf das niedrigste Niveau seit Ende September zurückgefallen.



Natürlich spielt hier der zuletzt sehr starke Anstieg der Corona-Neuinfektionen und in Folge die Hospitalisierungsrate, nicht nur in Deutschland, eine nicht unwesentliche Rolle, denn neue Beschränkungen, ja sogar neue Lockdowns werden dafür sorgen, dass die Ölnachfrage nicht in dem Maße ansteigen wird, wie dies noch vor Wochen erwartet wurde. 
Auch ein deutlicher Rückgang in den saisonal ohnehin eher schwachen nächsten Monaten ist durchaus denkbar.

Daher dürfte sich die Versorgungskrise an den Ölmärkten immer mehr in Luft auflösen, da gleichzeitig die OPEC+ Gruppe ihre Fördermengen in den letzten Monaten sugsessive erhöht hat, auch wenn nicht alle Mitgliedsländer ihre Quoten bislang auch wirklich zur Gänze erfüllen konnten.

Kontinuierlich nach oben geht es auch mit der US-Ölproduktion, wenn auch nur recht langsam. Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen hat sich in den letzten vier Wochen um rund 30 auf gut 460 Einheiten erhöht, vor zwei Jahren gab es aber noch 674 Ölprojekte, in der Spitze sogar über 900. Die gesamt Ölproduktion liegt derzeit bei 11,4 Millionen Barrel pro Tag, die Höchstwerte wurden hier Anfang des Jahres 2020 mit deutlich über 13 Millionen Fass erreicht.
In Folge steigen auch die US-Rohölbestände seit Mitte September wieder an, liegen im Verlauf der letzten fünf Jahre aber immer noch auf einem recht niedrigen Niveau.

In den Monatsberichten der Energy Information Administration (EIA), der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA) wird einhellig davon ausgegangen, dass der globale  Bestandsabbau nun wohl zu Ende ist und der Ölmarkt in den nächsten Wochen wieder überversorgt sein wird.

Probleme bereitet aber weiterhin der Gasmarkt. Hier sind die Preise wieder nach oben geschnellt als bekannt wurde, dass die Bundesnetzagentur die Zertifizierung für die Inbetriebnahme der Nord Stream 2 Pipline bis auf weiters wegen bürokratischer Hürden ausgesetzt hat. Das Verfahren könnte sich bis in den Sommer 2022 hineinziehen.
Sollten die Gaspreise auf diesem extrem hohen Niveau bleiben ist davon auszugehen, dass viele Kraftwerksbetreiber weiterhin mit Öl statt mit Gas fahren, was einen globalen Mehrbedarf von mindestens 500.000 Barrel pro Tag zur Folge haben dürfte.

Die hohen Gas- und Ölpreise sind längst auch ein politisches Thema geworden. US-Präsident Biden hat in letzter Zeit dafür geworben, länderübergreifend strategische Ölreserven auf den Markt zu bringen. Auch wenn dies ein Novum in der Geschichte des Ölmarktes ist, so dürfte die mittel- und langfristige Wirkung auf den Markt eher begrenzt bleiben, da ja die Läger auf absehbare Zeit wieder aufgefüllt werden müssen.

Unterm Strich hat sich die Marktlage in den letzten Tagen deutlich aufgehellt, sodass wir davon ausgehen, dass sich die internationalen Ölpreise auch in den nächsten Wochen eher verbraucherfreundlich entwickeln werden.

+ preistreibende Faktoren 
      
  • Unterversorung am Gasmarkt und explodierende Gaspreise
  • OPEC+ Gruppe kann vereinbarte Fördermengen nicht einhalten
  • US-Ölförderung deutlich unter Vorkrisenniveau
  • Globale wirtschaftliche Erholung
  • Globale Ölbestände auf niedrigem Niveau

- preisdrückende Faktoren        

  • Neue Corona-Beschränkungen und Lockdowns
  • Mögliche länderübergreifende Freigabe strategischer Ölreserven
  • Konjunkturentwicklung leidet unter hohen Rohstoffkosten 
  • Hohe Reservekapazitäten der OPEC-Länder
  • Klimakrise drückt mittel- und langfristig auf Nachfrage



Heizölpreis-Prognose für die nächsten vier Wochen!


Mit dem Rückgang der Rohölpreise sind auch die Heizölpreise hierzulande in den letzten Tagen, trotz des sehr schwachen Kurs des Euro, unter Druck geraten.
Mittlerweile ist hier der niedrigste Stand seit Anfang Oktober erreicht.



Nach einem wahren Bestellboom zwischen Mitte September und Mitte Oktober, hat sich die Nachfrage spürbar beruhigt, sodass auch die Lieferzeiten langsam wieder etwas zurückgehen. 
Dies ist auch gut so, denn teilweise können einzelne Händler erst wieder Termine ab Mitte Januar, teilweise sogar Anfang Februar anbieten. 
Sollte sich die Corona-Lage weiter verschlechtern, wovon leider aktuell auszugehen ist, dürfte sich die Situation durch Krankheitsfälle und Quarantäne zusätzlich negativ auf die Lieferfähigkeit auswirken.

Wer also mit seinem Vorrat nicht über den Winter kommt, sollte unbedingt rechtzeitig bestellen, auch wenn die Kurspfeile in diesen Tagen eher nach unten gerichtet sind. Zumindest sollten neben den Preisen auch die Entwicklung der Lieferzeiten beobachtet werden.

Unabhängig von der Liefersituation spricht vieles dafür, dass die Heizöl-Notierungen zu Beginn des nächsten Jahres weiter nachgeben könnten, vor allem bei einem nicht allzu kalten Winter.
In der Betrachtung der durchschnittlichen Preisabweichung pro Monat der letzten 20 Jahren war eine Bestellung zu Beginn eines Jahres meist nicht die schlechteste Entscheidung.



Etwas Sorge bereitet uns der Euro, der im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar mittlerweile auf den niedrigsten Stand seit rund eineinhalb Jahren gefallen ist. Dies verteuert natürlich unsere Ölimporte. 



Unabhängig davon erwarten wir in den nächsten Wochen keinen stärkeren Preiseinbruch am Heizöl-Markt, wohl aber eine Seitwärtsentwicklung mit einer in nächster Zeit einzupreisenden CO2-Abgabe von zusätzlichen 1,6 Cent pro Liter zum 01.01.2022.

Am besten Sie lassen sich gleich hier und jetzt den aktuellen Heizölpreis für Ihren Ort berechnen!



Mit freundlichen Grüßen

Ihr FastEnergy-Team
www.fastenergy.de



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