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RE: Der 7-Punkte-Plan für eine gesunde Ernährung

Ein toller Lesebrief als Reaktion auf einen kleinen Fehler im letzten Newsletter

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Ein toller Lesebrief als Reaktion auf einen kleinen Fehler im letzten Newsletter
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Hey ,

am Mittwoch ging ein Newsletter mit einem 7-Punkte-Plan für eine gesunde Ernährung raus. Wir haben viel Resonanz darauf erhalten. Vor allem Punkt 5 wurde einige Male bemängelt, da sich hier tatsächlich ein Fehler eingeschlichen hat.

 

Anbei ein ausführlicher Leserbrief von der lieben Lisa, die wirklich ausführlich und unserer Ansicht nach klar nachvollziehbar beschreibt, wie sie zu dem Thema Fette steht.

 

Viel Spaß beim Lesen – und vielen Dank an Lisa für die tolle, sachliche und nette „Korrektur“ :-)

 

Hallo Nicole,

 

das ist ja eine schöne Zusammenfassung.

 

Leider hat sich unter Punkt 5 ein Fehler eingeschlichen, der unbedingt korrigiert werden sollte:

 

„Bis auf Kokosöl, Olivenöl und Avocadoöl solltest du auf Pflanzenöle verzichten, da diese einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aufweisen. Das führt zu Entzündungen und anderen Problemen und hat folglich in einer gesunden Ernährung keinen Platz.“

 

Ich glaube, du wolltest Omega-6-Fettsäuren schreiben, nicht gesättigte Fettsäuren!

 

Gerne erkläre ich es ein wenig ausführlicher, was ja in so einer Stichwort-Zusammenfassung schlecht zu leisten ist:

 

Die Pflanzenöle, vor allem die raffinierten, enthalten je nach Samenart einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, vor allem Omega-6-Fettsäuren.

Diesen Omega-6-Fettsäuren spricht man die eigentlich „gute“ Eigenschaft zu, dass sie Entzündungen fördern können. Zum Beispiel, wenn wir eine Schnittwunde haben und ein Entzündungsprozess die Heilung in Gang bringt.

Omega-6-Fettsäuren sind genauso essentiell, sprich, wir müssen sie über unsere Ernährung zuführen, wie Omega-3-Fettsäuren, die im Körper bewirken, dass Entzündungen reduziert werden.

 

Die Dosis macht das Gift, wie bei allem.

Man spricht vom Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren. Da der Durchschnittsbürger sich mit viel Getreide sowie auch vielen pflanzlichen Ölen aus industrieller Fertigung und Fertigprodukten ernährt, stimmt einfach das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren nicht mehr. Die Empfehlung liegt bei unter 6:1.

 

Deshalb, wer sich etwas Gutes tun will: Finger weg von raffinierten Omega-6-Fettsäuren wie Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, und auch leider den raffinierten Rapsölen. Das ist ein ganz großes Problem der veganen Ernährung, vor allem der Fertigprodukte, die im Mainstream immer mehr als „gesund“ gelten im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren.

 

Am besten, man isst so wenig wie möglich Omega-6-Fettsäuren in Öl-Form und erhöht gleichzeitig seine Omega-3-Fettsäuren-Zufuhr.

Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren, sogenannte Alphalinolensäure (vor allem in Leinsamen-, auch anteilig in Hanf-, Walnuss-, Rapsöl) sind auch sehr wertvoll, da entzündungshemmend. Aber sie können vom Körper nur sehr schlecht in sogenannte EPA- und DHA-Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden, die vor allem in marinen Fetten, vor allem in diversen Fischen sowie in tierischem Fett aus Weidehaltung enthalten sind.

 

Da die Überfischung der Meere und die Quecksilberbelastung ein Problem darstellen, ist sicher ein zusätzliches Nahrungsergänzungsmittel aus veganem Algenöl, das inzwischen schadstoffkontrolliert in geschlossenen Systemen erzeugt werden kann und das es in Kapselform oder als Öl mit Zitronengeschmack gibt, der goldene Königsweg. Vor allem, wenn man unter Schmerzen und Entzündungen leidet.

 

Ich finde es wichtig, darauf hinzuweisen, dass inzwischen wissenschaftlich belegt ist, dass gesättigte Fettsäuren von tierischen Produkten keine schädlichen Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

 

Es ist die Kombination mit vielen Kohlenhydraten, Bewegungsarmut und die damit einhergehende Überernährung, die das Problem machen. 

Die meisten ernährungsbedingten Erkrankungen kommen von zu vielen einfachen Kohlenhydraten wie Zucker und raffiniertem Getreide und Säften. Deshalb kann ich mich voll identifizieren mit allen anderen Empfehlungen deiner Zusammenfassung, die im Großen und Ganzen meiner LCHF-Ernährung (das steht für "low carb and healthy oder high fat") entspricht. (siehe auch diverse Artikel zu Fett: https://lchf-deutschland.de/category/gesundheit/fett/)

 

Vor gesunden Fetten braucht man wirklich keine Angst zu haben. Mit etwas weniger Kohlenhydraten reduziert man die Insulinausschüttung und beugt so mancher Zivilisationskrankheit wie Diabetes Typ 2, Arthrose und Demenz vor.

Jede Zelle unseres Körpers ist mit einer Doppel-Lipidschicht umgeben, die als Baustein auf hochwertige Fettsäuren angewiesen ist. Von nichts kommt nichts. Es ist durchaus naheliegend, als eine der Gründe der steigenden Demenz-Erkrankungen die jahrzehntelange Ernährungsempfehlung der Low-Fat-Ernährung zu nennen.

Das ist aber kein Freibrief für ungesunde, raffinierte Fette oder gar riesiger Mengen an tierischen Fetten aus ungesunder, nicht artgerechter Tierhaltung. Wer will, findet inzwischen genügend Antworten auf Ernährungsfragen.

 

Wie bei allem bin ich für große Vielfalt und gegen pauschale „Verbote“:

Für mich haben alle Öle, so sie frisch gepresst sind und nicht industriell raffiniert sind, ihre Berechtigung. Ein Öl muss immer entsprechend seiner Eigenschaften eingesetzt werden: ob erhitzbar oder nicht, ob schnell oxidierbar oder nicht.

Alle kaltgepressten Öle haben ihre Berechtigung. Denn viele Pflanzen haben spezifische Eigenschaften über ihre Pflanzenbegleitstoffe, Polyphenole, die unterschiedliche Gesundheitsaspekte beinhalten.

So würde ich die Empfehlung geben, bei starker Erhitzung auf natives Kokosöl, Ghee oder Schmalz zurückzugreifen und für kalte Zubereitungsformen vor allem auf ein natives, hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl, welches man übrigens, je höher die Qualität ist, ebenso bis 190 Grad erhitzen kann.

Auch z. B. Walnuss-, Leinöl, und Avokadoöl sind möglich, aber sehr schwer frisch zu bekommen, so dass es sich anbietet, lieber selbst Leinsamen frisch zu schroten und ganze Walnüsse und Avokado zu essen. Das ist besser, als sich mit einem oxidierten Öl zu schaden.

Auch die in den Backwaren versteckten Transfette sind erwähnenswert, da sie die "Silent inflammation", die unterschwelligen Entzündungsprozesse im Körper verursachen bzw. nähren.

Deshalb ist es so entscheidend, dass wir wissen, wie wir welches Öl einsetzen können und warum es gut ist, auf fast alle industriell gefertigten Fertigprodukte zu verzichten.

 

Noch was: ich liebe und schätze eure Produkte! Von euch habe ich mein erstes Collagenpulver, MCT-Öl und Whey-Eiweißpulver und Vitamin D gekauft und zum ersten Mal von Bulletproof-Coffee gehört und Biohacking! DANKE!

Zu meiner Person: 2016 habe ich aufgrund meines zunehmenden Leidensdrucks und diverser Schmerzen meine Ernährung Schritt für Schritt grundlegend umgestellt und seither über 25 Kilo abgenommen. Ich habe kein allergisches Asthma mehr, bin inzwischen frei von fast allen meinen Allergien und kann wieder intensiv Sport treiben, da ich durch eine anti-entzündliche Ernährung meine Arthroseschmerzen in Füßen und Hüfte losgeworden bin.

 

Es lohnt sich, in die Selbstverantwortung zu gehen und in die eigene Gesundheit zu investieren! Einfach anfangen mit einer Sache, die machbar scheint, dann wird sich aufgrund der gesundheitlichen Verbesserungen der nächste Schritt ergeben!

 

Heute bin ich 57 Jahre alt und fühle mich fitter denn je. Mein Wissensdrang über einen  artgerechten Lebensstil und gesunde Ernährung führte mich zu LCHF-Deutschland, wo ich eine Ausbildung zum zertifizierten LCHF-Gesundheits-und Ernährungscoach, Vit-D-Coach und Lipidcoach gemacht habe, weil ich es mir wert war, fundiertes Grundlagenwissen zu erhalten, um im Ernährungsdschungel der Halbwahrheiten und Pauschalaussagen nicht verloren zu gehen.

 

Liebe Grüße,

 

Lisa Hanselmann

 

(zertifizierter LCHF-Gesundheits- und Ernährungscoach mit Zusatzausbildung als LCHF-Lipidcoach und Vitamin-D-Coach)

Lesetipp: https://lchf-deutschland.de/ Hier findet man viele Artikel mit wissenschaftlichen Quellenangaben, Rezepten und Online-Ausbildungangeboten rund um LCHF-Ernährung, hier zum Thema Fette: https://akademie.lchf-deutschland.de/aus-und-weiterbildungen/lipid-coach/ 
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