Hey,
Warst du schon mal bei Freunden zu Besuch, im Möbelhaus oder hast durch einen Interior-Katalog geblättert und dir dabei gedacht: Genau so will ich auch leben? Ordentlich. Minimalistisch. Perfekt dekoriert.
Das Problem dabei: wir richten unser Zuhause manchmal für eine Idealversion von uns selbst ein. Und nicht für die Person, die wir eigentlich im Alltag sind. Gute Einrichtung hat nämlich erstaunlich wenig mit Trends zu tun. Viel wichtiger ist die Frage: Wie lebe ich eigentlich wirklich? Welche Gewohnheiten habe ich? Und wie bewege ich mich durch mein Zuhause?
In der Designpsychologie spricht man davon, dass Räume und Möbel bestimmte Gewohnheiten begünstigen oder eben ständig mit ihnen kollidieren können. Einrichtung ist eben nicht nur Dekoration. Sie beeinflusst unser Verhalten oft stärker, als wir denken und wirkt dabei wie ein Verstärker unserer Persönlichkeit.
So lädt ein großer, wunderschöner Esstisch natürlich zu mehr geselligen Abenden und langen Gesprächen ein. Gleichzeitig verleitet die offene Fläche aber auch dazu, Dinge abzulegen, die dort nichts zu suchen haben: Post, Schlüssel, die Einkaufstasche. Denn wer nicht die Routine hat, alles sofort wegzuräumen, schafft sich mit einem XXL-Tisch auch eine XXL-Ablagefläche an.
Eine offene Garderobe im Flur sieht einfach nur fantastisch aus. Doch nur unter einer Bedingung: Du musst deine Kleidung auch jedes Mal ordentlich aufhängen. Wenn du eher zum Team „Jacke kurz irgendwo ablegen“ gehörst, wird deine offene Garderobe permanent unruhig wirken, egal wie schick sie eigentlich ist.
Viele mögen auch die Idee eines stilvollen Lesezimmers und sehen sich in der Vorstellung schon jeden Abend mit Tee und Roman im Sessel sitzen. Wenn der Feierabend in der Realität aber meistens doch auf dem Sofa vor dem Fernseher endet, wird das neue Bücherregal auch nur schnell zur Ablage für Papierkram oder Dinge, die eigentlich keinen richtigen Platz haben.
Genau deshalb lohnt es sich, beim Einrichten ehrlich mit sich selbst zu sein. Denn ein Zuhause sollte zu dem Leben passen, das tatsächlich darin stattfindet. Vor dem nächsten Möbelkauf hilft deshalb oft ein kurzer Blick auf die eigenen Routinen:
Wo landen Dinge automatisch? Welche Wege gehe ich jeden Tag? Welche Möbel erleichtern meinen Alltag und welche verlangen ständig Disziplin von mir? Gerade im Zusammenleben mit Partnern, Kindern oder Haustieren lohnt es sich, nicht nur an die eigenen Gewohnheiten zu denken.
Auch spannend: Manche Möbel bremsen bestimmte Gewohnheiten ganz automatisch aus. Ein kleinerer Couchtisch verhindert zum Beispiel oft, dass sich dort tagelang Dinge stapeln können. In einem Bett ohne Kopfteil wirst du auch nicht mehr lange auf dem Handy scrollen wollen. Und das straffe, eher aufrechte Ostfriesensofa verhindert ganz pragmatisch, dass du stundenlang träge in den Kissen versinkst.
Am Ende geht es bei guter Einrichtung gar nicht ums perfekte Aussehen. Sondern darum, Räume zu schaffen, die den eigenen Alltag für uns leichter machen und in denen man sich wirklich zuhause fühlt. Passend dazu, habe ich dir einige Funktionsmöbel rausgesucht, die sich deinen Bedürfnissen anpassen können.
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag!
Deine Christine
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