es begab sich aber zu der Zeit, dass ich auf einer Geburtstagsfeier im fernen Harburg weilte. Irgendwann war außer der Gastgeberin, mir und dem Tagesvollsten, der friedlich auf der Toilette schlief, niemand mehr anwesend, und ich beschloss, den Heimweg anzutreten.
Ich weiß ganz genau, dass ich an der Haltestelle Harburg Rathaus in die richtige S-Bahn – die Richtung Hauptbahnhof – eingestiegen bin, weil ich schon beinahe in der falschen – der Richtung Neugraben – stand und meinen Fehler im letzten Moment bemerkt hatte. Danach wurde es dummerweise etwas nebulös, was natürlich nur mit der fortgeschrittenen Uhrzeit zu tun hatte.
Jedenfalls bin ich irgendwann wieder aufgewacht – leider weder an meinem eigentlichen Ziel noch in Pinneberg, der Endstation der S3. Sondern: in Neugraben. Ganz augenscheinlich war ich dermaßen fest eingeschlafen, dass ich schnarchenderweise die ganz große Stadtrundfahrt mitgemacht hatte.
Warum ich Ihnen diese gut abgehangene Geschichte erzähle? Weil's immer noch schlimmer geht: In Bramsche zum Beispiel wurde ein schlafender Teenager im Schienenersatzverkehr-Bus vergessen und musste die Polizei rufen, um sich befreien zu lassen. Berufsneugierig, wie wir nun einmal sind, haben wir außerdem herumgefragt, was Ihnen, liebe MOPO-Leser:innen, so in Bus und Bahn an Einschlafkuriositäten passiert ist. Und was soll ich sagen? Sie haben geliefert: Mit Fehmarn statt Farmsen kann ich nun wirklich nicht mithalten.
Ich wünsche Ihnen einen fahrzielsicheren Donnerstag!
Alexander Josefowicz
CvD Online
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P.S.: Wenn Sie auch noch eine Schlafmittel-HVV-Anekdote parat haben, schreiben Sie mir gern!