F rontalunterricht, Rausschmiss auf den Flur, Lehrer, die meine Großeltern hätten sein können. An meine (kurze) Zeit am Traditionsgymnasium im Kreis Pinneberg habe ich keine freudigen Erinnerungen. Der Unterricht konnte mich nicht begeistern, zugegeben, in meinem Kopf war mehr Mist als Mathe, so habe ich es den Lehrern auch nicht leicht gemacht.
Die Schülerin Ellenor redete sich kürzlich ihren Frust von der Seele, nachdem an ihrem Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern 33 Prozent durchs Abi gerasselt waren, sie auch. Ihre Abrechnung ging viral. Auch sie kritisierte Lehrer, die sich genauso wenig weiterentwickelt hätten wie die Uralt-Arbeitsblätter im Unterricht.
Es braucht mehr Gymnasiallehrer wie Julian Lee aus Allermöhe, der jüngst ausgezeichnet wurde – auf Vorschlag seiner Ex-Schüler. Einer, der Schüler:innen ernst nimmt, der spannenden Unterricht auf Augenhöhe anbietet, zuhört, der ein offenes Ohr für die Sorgen hat, egal, ob sie groß sind oder sich nur groß anfühlen.
Was Lehrer Julian Lee im Umgang mit Schülern und beim Unterricht wichtig ist, lesen Sie im Porträt von meiner Kollegin Wiebke Bromberg in der neuen WochenMOPO, die ab heute wieder im Zeitungsregal liegt.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
Frank Wieding
Printchef
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