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von Harald Schumacher,
Reporter Unternehmen |
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sie läuft, und läuft, und läuft, und läuft: Die Miele-Waschmaschine mit ihrem legendären Ruf und die globale Marketingmaschine des Familienunternehmens aus Gütersloh. Eine 127 Jahre alte Ikone des deutschen Mittelstands.
Co-Chef Reinhard Zinkann empfing in der Firmenzentrale in Gütersloh WirtschaftsWoche-Chefredakteur Horst von Buttlar und Redakteur Florian Weyand. Zinkann führte die Journalisten durch die Ausstellung des Hausgeräteherstellers. Da stehen unter anderem ein 1913 produziertes Miele-Auto, eine Waschmaschine mit Holzbottich von Anfang der 1920er-Jahre und der ab 1931 produzierte Staubsauger des Typs Melior mit dem markanten rot lackierten Deckel.
Begonnen hatte 1899 alles mit Milchzentrifugen. Seit der Gründung befindet sich das Unternehmen im Eigentum der Familien Miele und Zinkann. Sämtliche der rund 80 Gesellschafter sind direkte Nachfahren eines der beiden Gründer Carl Miele und Reinhard Zinkann. Heute – in vierter Generation – setzt Miele mit 23 000 Mitarbeitern in 49 Ländern 5,16 Milliarden Euro um.
Zinkann, 66, gibt im Interview vielfältige und überraschende Einblicke. Dass am immer noch größten Einzelmarkt Deutschland viel zu wenig Wohnungen fertig gestellt werden – 2025 waren es 206 000 – ist ein Problem für die Westfalen. Denn jede neue Wohnung „bedeutet im Schnitt zwei bis drei neue Küchen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter, „weil der neue Eigentümer eine Wohnung frei macht, in die meist auch eine neue Küche eingebaut wird“.
Wegen des Krieges um den Iran leidet auch das, was Zinkann „Projektgeschäft“ nennt: die Ausstattung riesiger Immobilienprojekte etwa in den Golfstaaten. Wenn Miele in der neu entstehenden Mohammed Bin Rashid City in Dubai einen Wohnturm ausstattet, „bedeutet das pro Wohnung fünf Geräte“, zählt Zinkann auf: „Spülmaschine, Kühlschrank, Kochfeld, Dunstabzugshaube, Backofen“. Und wenn der Käufer noch upgradet: „Waschmaschine, Trockner, Kaffeemaschine, Dampfgarer.“
In Deutschland wird Miele vor allem durch Tradition und Zuverlässigkeit wahrgenommen. Das Markenprofil international aber ist anders, differenziert der Unternehmer: „In der Welt haben wir unser Image über Genuss, Design und Lifestyle aufgebaut – und da vor allem übers Kochen. In China, Singapur oder den USA ist Miele ein Statussymbol.“ Amerikanische Immobilienanzeigen, berichtet Zinkann, werten das jeweilige Angebot oft auf mit dem Hinweis „including Miele appliances“.
Ganz speziell ist die Division Miele Marine. Sie ist als einziger Hersteller zertifiziert, um Luxus-Yachten für Werften wie Lürssen oder Ferretti in Italien auszustatten. Denn die Geräte müssen besonderen Bedingungen standhalten.
Zinkann erzählt von einem persönlichen Tick. Wenn er eingeladen ist in Hotels oder auf Luxusbooten, dann setzt er sich Richtung Küche und Waschküche ab. Auf der 100-Meter-Yacht eines arabischen Regenten etwa fand er „vier unserer 30-Kilo-Maschinen, die in Hotels im Einsatz sind, und vier normale Waschmaschinen und Trockner. Hochzufrieden bin ich wieder hoch an Deck“.
Das ausführliche Gespräch mit dem Miele-Boss hat noch viel mehr Themen und Antworten zu bieten – was Zinkann etwa über Land, Leute und Reformen, über Arbeitszeitverlängerung, Ruhestand und AfD denkt. Hier können Sie es lesen. |
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Ein entspanntes Wochenende mit anregender Lektüre wünscht Ihnen |
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Ihr Harald Schumacher
Reporter Unternehmen & Märkte
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Vor knapp 100 Jahren, am 1. Oktober 1926, erschien die erste Ausgabe des „Deutschen Volkswirt“, des Vorgängers der WirtschaftsWoche. Einen Überblick darüber, was wir Ihnen im Jubiläumsjahr bieten, finden Sie auf wiwo.de/100. |
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Jede Woche landet die neue WirtschaftsWoche in den Briefkästen der Abonnenten. Doch wie entsteht das Magazin überhaupt? Ein Blick hinter die Kulissen. Jetzt lesen
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IfW-Präsident Moritz Schularick: Die Industriekrise hat eine neue Qualität bekommen. Foto: IMAGO/ |
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... sagt Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und einer der führenden Ökonomen Deutschlands. Längere Arbeitszeiten würden die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zwar steigern, die Autokonzerne werde das allein aber nicht retten.
Alle Fragen und Antworten lesen Sie hier.
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Dorothea von Boxberg: Die Managerin wird ab 1. September Personalchefin von BMW. Foto: BMW |
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...wird neue Personalchefin bei BMW. Sie folgt Ilka Horstmeier. Bislang leitet von Boxberg die Lufthansa-Tochter Brussels. Sie galt seit Längerem als Kandidatin für den Vorstand. Nun rückt sie in der Autobranche vor. |
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