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von Harald Schumacher,
Reporter Unternehmen |
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die zu Ende gehende Woche war eher kühl und feucht. Aber die Folgen der lang anhaltenden Hitze und vor allem der Trockenheit in den vielen Wochen zuvor hinterlassen mächtig Spuren. Bei den Menschen und bei den Unternehmen.
In der Energieerzeugung fehlt manchen Kraftwerken die Steinkohle, anderen das Kühlwasser. Auch in der Industrie bleibt Material aus. Thyssenkrupp etwa benötigt für seine Stahlerzeugung täglich bis zu 60.000 Tonnen Kohle und Erz, um damit die Kokerei zu betreiben und die Hochöfen zu bestücken. Dafür sind Schiffe das vorherrschende Transportmittel. Aber Flotten wie die der Duisburger Schifffahrtsgesellschaft HGK Shipping können nur noch 20 Prozent ihres üblichen Transportvolumens befördern.
Mein Kollege Sebastian Schug hat sich das Wasserstraßennetz in Deutschland und dessen Probleme mit Niedrigwasser einmal angeschaut.
Kaum eine Branche ist nicht betroffen von den Folgen des Extremwetters, das immer normaler zu werden scheint. Bisher waren 2018 und 2022 Maßstab für den Wetter-Worst-Case. Nun – wieder vier Jahre später – wird 2026 zum neuen Extrem.
Doch ebenso zeichnet sich in vielen Branchen ein Innovationsschub ab, um dem Klimawandel nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Lesen Sie dazu hier unsere Recherche.
In der Landwirtschaft zum Beispiel. Eine knie- bis hüfthohe Pflanze mit dem arabischen Namen Alfalfa („Väterchen aller Nahrung“), die hierzulande Luzerne heißt, macht gerade Karriere in Westeuropa. Denn während selbst im sonst feuchten Allgäu Futterwiesen mit Gras und Klee braun versteppen, stehen Luzernenfelder gesund und lila blühend in der Landschaft.
Alfalfa alias Luzerne wurzelt bis zu fünf Meter tief und hat mit Dürre kein Problem. Milchbauern, die in diesen Wochen Kühe vorzeitig zur Schlachtung bringen, damit sie nicht teures Futter zukaufen müssen, schwenken um zu dem Gewächs mit hohem Proteingehalt, das als Kraftfutter die Milchleistung verbessert, keine Stickstoffdüngung braucht und verdichtete Böden tief auflockert.
Oder in der Logistik. Spätestens 2030 will der deutsche Lkw-Hersteller MAN auch autonom fahrende Lkws in Serie produzieren. Die könnten von Lager zu Lager autonom fahren – in Pilotversuchen klappt das bereits gut. Gerade nachts, wenn wenig Verkehr auf den Autobahnen unterwegs ist, böte sich ein stetig rollender Lkw-Verkehr an. Und sollte bei Niedrigwasser mal wieder eine LKW-Fahrerlaubnis fürs Wochenende nötig sein, würden die möglichen Transporte nicht mehr an fehlendem Personal scheitern.
So schrecklich Krise auch ist. Sie ist auch Treiber für Neuentwicklungen und sorgt für neues Geschäft. Die feuchtigkeitswahrende Direktsaat in der Landwirtschaft etwa, die ohne Umpflügen des Bodens auskommt, erfordert spezielle Sämaschinen.
Der Selbsterhaltungstrieb der Wirtschaft, er funktioniert. |
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Ein entspanntes Wochenende mit anregender Lektüre wünscht Ihnen |
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Ihr Harald Schumacher
Reporter Unternehmen & Märkte
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Carsten Transfeld hat die ÖHMI AG 2013 von seinem Vater übernommen. Foto: Öhmi/Viktoria Kühne |
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... sagt der Magdeburger Unternehmer und IHK-Vizepräsident Carsten Transfeld. Der Chef und Inhaber des Prüf-, Analyse- und Zertifizierungs-Dienstleisters ÖHMI mit 250 Mitarbeitenden beschreibt die Sorgen der Wirtschaft vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September, bei der sich die AfD ein Ergebnis von über 40 Prozent erhofft und anstrebt, künftig den Ministerpräsidenten zu stellen.
Alle Fragen und Antworten lesen Sie hier.
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Vom Agrarstaat zur Hightech-Nation: Wie Industrie und Bildung Deutschland stets aufs Neue verändert haben – und was das für die Zukunft bedeutet. Jetzt lesen
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