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von Harald Schumacher,
Reporter Unternehmen |
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Merck ist etwas Besonderes: der älteste pharmazeutisch-chemische Betrieb der Welt. 1668 gilt als Gründungsjahr. Damals erwarb der Apotheker Friedrich Jacob Merck die Engel-Apotheke in Darmstadt. 1816 führte sie sein Nachfahr Heinrich Emanuel Merck. Der begann, reine Alkaloide und Arzneisubstanzen zu erforschen und industriell herzustellen.
Das war die Grundlage für enormes Wachstum. 21,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete die Merck KGaA, die sich heute als Wissenschafts- und Technologiekonzern definiert, im Geschäftsjahr 2025. Zu 70 Prozent gehört der Dax-Konzern immer noch der Gründerfamilie und zählt neben Roche aus der Schweiz und Boehringer Ingelheim zu den größten familiengeführten Arzneimittelherstellern der Welt.
WirtschaftsWoche-Pharmaexperte Jürgen Salz war bei einem neuen Meilenstein in der Geschichte des Darmstädter Unternehmens kürzlich live dabei: der Eröffnung des Labors, in dem Merck künftig Antikörper und Zelltherapien testet. Weitere 25 Millionen Euro werden da in ein junges, dynamisches Geschäftsfeld investiert. Am Heimatstandort. In Deutschland. Endlich mal eine gute Nachricht.
Lange war der Dax-Konzern als Produzent von Medikamenten und Spezialchemikalien erfolgreich. Merck ist beispielsweise Weltmarktführer bei Medikamenten, die Kinderwünsche doch noch wahr werden lassen: Fruchtbarkeitsmedizin.
In den vergangenen ein, zwei Jahrzehnten aber hat das Management Milliarden in die Hand genommen, um sich als Ausrüster von Laboren zu profilieren, in denen innovative Medikamente erforscht werden. Ein boomender Markt.
Die Sparte liefert die Werkzeuge für die Revolutionen der Forscher. Alles, was Labore so brauchen: Einwegbeutel für Bioreaktoren, Filter, speziell gereinigtes Laborwasser. Komponenten für Chromatografen, um die Zusammensetzung der Substanzen zu analysieren. Tausende Proteine und Antikörper zum Experimentieren. Insgesamt rund 300 000 Produkte.
Gerade haben der neue Merck-Chef Kai Beckmann und Jean-Charles Wirth, der Chef der Laborsparte, den US-Laborkonzern Bio-Techne aus Minneapolis gekauft – für zehn Milliarden Euro. Es ist eine der größten Akquisitionen der Unternehmensgeschichte. Es wird wohl nicht der letzte Zukauf in diesem Segment gewesen sein.
Salz' Bericht in der neuen WirtschaftsWoche-Ausgabe beschreibt, warum und mit welchen Entscheidungen und Maßnahmen Merck sich – wie schon oft in den 358 Jahren seiner Geschichte – neu erfindet. Er vermittelt Einblicke in die Welt und das Denken des hoch betagten und total agilen Global Players.
Die Geschichte verschweigt aber auch nicht, dass es Irrwege gab. 1862 brachte das damals aufstrebende Pharmaunternehmen Kokain als Medikament gegen Magenverstimmungen auf den Markt. Einer der ersten Kunden war der Wiener Arzt und Neurologe Sigmund Freud, der die „wunderbare stimulierende Wirkung der Coca“ ganz toll fand.
Hier können Sie die vollständige Geschichte in unserem eMagazin lesen. |
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Ein entspanntes Wochenende mit anregender Lektüre wünscht Ihnen |
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Ihr Harald Schumacher
Reporter Unternehmen & Märkte
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Dorothee Bär Foto: BMFTR/Urban Zintel |
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...sagt Dorothee Bär. „Ich sehe exzellente Unis, großartige Fachhochschulen, hervorragende Forscherinnen, Projekte und Unternehmen. Und der Raumfahrtsektor: plus 17 Prozent Umsatz allein im vergangenen Jahr. Das ist wirklich Grund zur Hoffnung“, so die CSU-Forschungsministerin. Sie glaubt fest an die Chancen des Standortes. Und sie verspricht: Die Regierung werde das Land mit Hightech fit machen.
Alle Fragen und Antworten lesen Sie hier.
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Ann-Kathrin Reiher Foto: Mast-Jägermeister |
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...steigt zum 1. August zur Direktorin Brand & Digital beim Spirituosenhersteller Mast-Jägermeister auf. Sie folgt auf Paul Ramser, der zu Eckes-Granini wechselt. Reiher wird die Markenführung in Deutschland verantworten. |
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Unsere Leserinnen und Leser teilen unsere Begeisterung an der Veränderung. Im Film sprechen sie darüber, was für sie wichtig und richtig ist – und was sie vorangebracht hat. Hier können Sie ihn anschauen.
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