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von Stephan Knieps,
Redakteur Unternehmen |
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ich gehe drei- bis viermal in der Woche einkaufen: Brot, Bananen, Käse, Milch, derzeit häufig Melonen. Ja, ich weiß: Das könnte ich mit besserer Planung reduzieren. Oder mithilfe von Lieferdiensten erledigen lassen. Aber im Grunde finde ich es auch interessant, denn ich wechsele oft den Supermarkt. In meiner unmittelbaren Gegend befinden sich Kaufland, Rewe, Aldi Süd, Edeka und Penny. Und jeder Supermarkt ist anders.
Stefan Görgens geht meist samstags einkaufen. Dann packt er sich seine Kinder ins Auto und fährt mit ihnen in den Supermarkt. Erst mal zu Penny. Und: Immer zu Penny. Denn seit bald neun Jahren arbeitet Görgens für Penny Deutschland, seit Oktober 2022 leitet er den Discounter.
Er fährt aber nicht immer in dasselbe Geschäft, sondern stets in andere Filialen, gerne auch zwei, drei hintereinander. Gibt ja genug. Rund um seine Heimatstadt Köln mehr als 200. „Ich mache zu Hause die Einkäufe“, sagt Görgens, also verbindet er das Private mit dem Beruflichen, sein Freizeit- mit dem Arbeitsleben: „Man kann viel Marktforschung machen, aber nah dran zu sein, ist im Lebensmitteleinzelhandel schon sehr wichtig.“
Und worauf er bei seinen samstäglichen Einkaufstouren so achtet, das hat er mir vor Kurzem gezeigt. Wir haben uns in einer Penny-Vorzeigefiliale in Kaarst-Büttgen getroffen, westlich von Düsseldorf. Den Markt hat Penny im Frühjahr 2025 eröffnet, mit viel Holz und Glas im Eingangsbereich.
Zuerst suche er immer das Gespräch mit den Marktverantwortlichen, sagt Görgens: „Wie ist die Lage im Markt und im Team?“ Ein starkes Team sei „der mit Abstand wichtigste Hebel, um einen Markt erfolgreich zu führen“. Bereits nach wenigen Minuten habe er ein recht gutes Gefühl für die Dynamik im Laden und im Team. Der zweite Punkt auf seiner Inspektionsliste: „Wie nehme ich den Laden insgesamt wahr?“ Sauberkeit, Warenpräsentation, Warenverfügbarkeit. „Springt die Ware Sie an oder sehen Sie leere Regale?“
Stefan Görgens misst zwei Meter. Er behält den Überblick. Er ist auf Zack. Das muss man auch sein im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Branchenvertreter und Experten bedienen sich gewohnheitsmäßig einer martialischen Sprache: von aggressiven Preisschlachten und brutalen Verdrängungskämpfen ist die Rede. Der deutsche Markt, heißt es, ist so hart und umkämpft wie kein zweiter in Europa. Wer hier bestehen wolle, dürfe nicht zimperlich sein.
Und Penny ist der kleinste der großen Supermarktketten. Die Kölner betreiben mit 2130 Märkten in etwa so viele Filialen wie Aldi Nord und Aldi Süd, die nur in ihren Hälften Deutschlands aktiv sind. Und dabei scheint es fürs Erste zu bleiben: 2025 verzeichnete Penny mit 0,7 Prozent das kleinste Umsatzwachstum aller großen Lebensmittelhändler.
Aber Stefan Görgens hat einen Plan. Eine Penny-App, eine imageverbessernde Kundenansprache und ein Markthallen-Konzept sollen helfen. „2025 war ein Investitionsjahr“, sagt er. Und eine erste Ernte will er 2026 einfahren. |
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Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende mit anregender Lektüre. |
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Beste Grüße
Ihr Stephan Knieps
Redakteur Unternehmen
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Vor knapp 100 Jahren, am 1. Oktober 1926, erschien die erste Ausgabe des „Deutschen Volkswirt“, des Vorgängers der WirtschaftsWoche. Einen Überblick darüber, was wir Ihnen im Jubiläumsjahr bieten, finden Sie auf wiwo.de/100. |
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Vom 10. Juli bis zum 23. August bietet Ihnen die WirtschaftsWoche eine Summer School: Inspiration, die Ihren Blick auf den Management-Alltag verändert.
Wir stellen Ihnen sieben Management-Vordenker der vergangenen 100 Jahre vor und verraten, wie diese unsere Arbeitsweise verändert haben. Zudem geben wir Ihnen Tipps, wie KI Ihre Arbeit erleichtert und Sie produktiver macht.
Und damit Sie im Urlaub wirklich abschalten (und nicht länger über Probleme im Büro grübeln), beantwortet unser WiWo Coach Fragen, auf die Sie nach dem Urlaub eine Antwort haben sollten.
Damit Sie nichts verpassen, sammeln wir alle Lektionen unserer Summer School – und zwar hier.
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Nach der historischen Aufsichtsratssitzung am 9. Juli geben Kapital- und Arbeitnehmerseite bei Volkswagen ihre Zurückhaltung auf. Sie kämpfen mit harten Bandagen. Jetzt lesen
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Der Verkauf von Karamalz an Veltins sollte Eichbaum helfen. Stattdessen markierte der Deal den Anfang vom Ende. Nach 350 Jahren endet die Geschichte der Mannheimer Traditionsbrauerei. Jetzt lesen
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Katherina Reiche, Deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Foto: Andreas Chudowski |
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...sagt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Deutschland sei heute kein Premiumstandort mehr, warnt sie im WirtschaftsWoche-Interview. Ihr Vorschlag? Kosten senken, anstrengen, härter trainieren.
Alle Fragen und Antworten lesen Sie hier.
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Christian Müller (l.) wird nach dem Abschied von Rolf Schumann (r.) alleiniger CEO von Schwarz Digits. Foto: Schwarz Digits |
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Aus einer Doppelspitze wird eine Ein-Mann-Führung: Bei Schwarz-Digits, der Digitalsparte der Schwarz-Gruppe (Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland), wird ab sofort Christian Müller der alleinige Chef, wie das Unternehmen aus Neckarsulm vor wenigen Tagen mitteilte. Bisher verantwortete Müller zusammen mit Rolf Schumann das Geschäft. Schumann verlasse das Unternehmen nach sieben Jahren gemeinsamer Aufbauarbeit „in bestem gegenseitigem Einvernehmen“ mit sofortiger Wirkung. Unter der Doppelspitze Schumann/Müller brachten die IT-Experten unter anderem die Kundenbindungsprogramme Lidl Plus und Kaufland Card an den Start. Schwarz Digits (2,2 Milliarden Euro Umsatz) will sich in Zukunft als
europäische Alternative zu Cloud-Computing-Marktführern wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure aufstellen. Jetzt lesen
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