|
|
Falls Sie unsere E-Mail nicht oder nur teilweise lesen können, klicken Sie bitte
hier.
|
|
|
|
|
von Harald Schumacher,
Reporter Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
|
Friedhelm Loh ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, des Hessischen Verdienstordens und des Samariterkreuzes in Gold. Die TU Chemnitz hat ihm den Ehrendoktortitel verliehen, das Land Hessen die Ehrenprofessur und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) die Ehrenpräsidentschaft auf Lebenszeit.
Eine zurecht und viel geehrte Unternehmerlegende. Den Grundstein für den heutigen Schaltschrank-Weltmarktführer Rittal legte 1961 noch Lohs Vater, der bis dahin Bügelbretter herstellte, dann aber auf die Idee kam, bis dahin handwerklich produzierte Schaltschränke fließbandmäßig zu produzieren. Rudolf Loh starb unerwartet 1971. Drei Jahre später übernahm Sohn Friedhelm nach einer Übergangsphase – erst 27 Jahre alt – die Geschäfte. Damals hatte Rittal 200 Mitarbeiter. Loh, der – nach eigener Beschreibung „ein grottenschlechter Schüler“ gewesen war, wuchs mit der Aufgabe. Aus dem damaligen kleinen Mittelständler machte er einen
globalen Konzern mit heute 13.000 Beschäftigten und 3,2 Milliarden Euro Umsatz.
Im strukturschwachen Lahn-Dillkreis etablierte der evangelikal-missionierende Multimilliardär die Zentrale der Friedhelm-Loh-Group, seine wichtigsten deutschen Fabriken und auch das „Nationale Automuseum - The Loh Collection“ mit 150 hochklassigen historischen Fahrzeug-Unikaten aus seiner Sammlung.
„So einfach is die Schtorry“, sagt der Firmenchef, wenn er seinen Aufstieg und den des Unternehmens im urig-hessischen Dialekt Revue passieren lässt: „Die Schtorry muss man mal erzählen, um zu verstehen, was heute hier abgeht.“
Mein Bericht in der neuen Ausgabe der WirtschaftsWoche zeigt auf, dass sie nun leider schwierig wird, die Geschichte des Friedhelm Loh. Denn eigentlich wollte der Mann mit dem dichten silbernen Bürstenhaarschopf und der rot gefassten Brille die Führung seines Unternehmens längst mit einem Co-Chef und potentiellen Nachfolger teilen. Dreimal hat er das auch versucht. Dreimal ist ihm der Versuch misslungen.
Zuletzt quittierte der 14 Monate zuvor von Loh begeistert begrüßte Top-Manager Niko Mohr urplötzlich und fassungslos im Januar seine Führungsfunktionen bei Rittal und der Loh-Group. Dabei hatte der frühere McKinsey-Partner und Transformationsexperte das Unternehmen fünf Jahre lang immer wieder bei der strategischen Ausrichtung beraten, war ganz nah dran am Kopf der Firma. Aber die frühere Nähe half nichts mehr, als Mohr per Vertrag der Angestellte war und Loh der Chef. Zum Abschied stellte der Geschasste perplex fest: „Verantwortungsvolle Führung bedeutet auch, unterschiedliche Meinungen nicht zu eskalieren, sondern sie strukturiert zu klären.“
Wie und warum es zu diesem Abgang und zum Ausscheiden zweier vorheriger Hoffnungsträger kam, ist eine fast tragische Geschichte. Hier ist sie in unserem eMagazin nachzulesen.
53 Jahre nach dem unternehmerischen Kaltstart braucht Lohs Lebenswerk jedenfalls eine Perspektive – über den Patriarchen hinaus. |
|
|
|
|
|
|
|
Ein entspanntes Wochenende mit anregender Lektüre wünscht Ihnen |
|
|
|
|
|
Ihr Harald Schumacher
Reporter Unternehmen & Märkte
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
-
Andrea Orcel übernimmt wohl die Commerzbank. Weiß seine UniCredit auch was mit ihr anzufangen? Die WirtschaftsWoche hat Orcel begleitet – Porträt einer brutalen Kraftnatur. Jetzt lesen
-
Siemens Energy will die kleinste Sparte loswerden: Sie passe nicht ins Portfolio. Im entscheidenden Gremium sind nicht alle von den Plänen überzeugt. Jetzt lesen
-
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie könnte eingreifen, falls auch nur ein Teilverkauf des Batteriekonzerns Varta schwerwiegende Folgen hätte. Jetzt lesen
-
Der Rhein trocknet aus, Schiffe fahren mit einem Bruchteil der Ladung, die Industrie improvisiert. Warum auch die Krisenkonferenz in Bonn das Problem nicht lösen wird. Jetzt lesen
-
Am Dienstag präsentiert Bayer seine Quartalszahlen. Nach dem positiven Glyphosat-Urteil blickt der Konzern wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Allerdings bremsen finanzielle Probleme die Freude. Jetzt lesen
-
Die Modekette Adenauer & Co. mit über 50 Filialen könnte Opfer von Betrügern geworden sein. Gründer Andreas Adenauer, Enkel des ehemaligen Bundeskanzlers, glaubt trotz Krise an den Fortbetrieb. Jetzt lesen
-
Die Preise für Elektro-Lkw fallen, ihre Reichweite steigt – viele Spediteure steigen jetzt um. Das Problem: Die Ladeinfrastruktur kann nicht Schritt halten. Jetzt lesen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Immer wieder werden neue Cyberattacken durch KI in Testläufen bekannt. Foto: REUTERS |
|
|
...sagt Philipp Slusallek in unserem Interview über grenzgängerische KI-Modelle. Der wissenschaftlicher Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) leitet dort seit 2008 den Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität. Seit KI-Systeme von Meta und von OpenAI kürzlich aus Testumgebungen ausgebrochen sind und sich in fremde Systeme gehackt haben, ist der renommierte Physiker und Informatiker alarmiert: "In dieser Konsequenz, Planung und Koordinierung sehen wir das zum ersten Mal. Das ist wirklich beunruhigend."
Alle Fragen und Antworten lesen Sie hier.
|
|
|
|
...wird zum 1. Oktober Chief Operating Officer und damit Vize-Chef von Eurowings. Der Bruder von Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist derzeit Leiter der Pilotenschule Lufthansa Aviation Training. |
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
| |
| Bei der ersten Quartalsbilanz nach dem Börsengang inszeniert sich SpaceX-Chef Elon Musk als Herr über Raketen, Roboter, Internet und KI-Rechenzentren. Anleger zögern. Musks Antwort: gigantische Zahlen.
Jetzt lesen
|
|---|
|
|
|
| |
|
|
| |
| Eine neue Volte im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte die KI-Branche ins Chaos stürzen. Für risikoaffine Anleger kann das eine Chance sein.
Jetzt lesen
|
|---|
|
|
|
| |
|
|
| |
| Chris Boos war der Guru der deutschen KI-Szene, beliebter Gast in Berlin, potenzieller Partner der Bundeswehr – und hat Probleme mit der Justiz.
Jetzt lesen
|
|---|
|
|
|
| |
|
|
| |
| Ideen, die unsere Welt verändern und verbessern. Wir stellen sie vor. Diesmal: Ein Filter, der krankheitserregende Proteine aus dem Blut filtert.
Jetzt lesen
|
|---|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Besten unter den so ermittelten Innovationschampions sind 2026 der Antriebs- und Automatisierungstechnikhersteller Lenze mit Hauptsitz im niedersächsischen Aerzen auf Platz eins und der zweitplatzierte Bauchemiehersteller Uzin Utz aus Ulm. Wie sie und andere findige Mittelständler mit kundennahen Neuentwicklungen Krisen bewältigen und Wachstum planen, beschreibt die Geschichte “Hightech von Problemlösern”. Jetzt im eMagazin lesen
|
|
|
|
|
|
|
|
Vor knapp 100 Jahren, am 1. Oktober 1926, erschien die erste Ausgabe des „Deutschen Volkswirt“, des Vorgängers der WirtschaftsWoche. Einen Überblick darüber, was wir Ihnen im Jubiläumsjahr bieten, finden Sie auf wiwo.de/100. |
|
|
Unsere Leserinnen und Leser teilen unsere Begeisterung an der Veränderung. Im Film sprechen sie darüber, was für sie wichtig und richtig ist – und was sie vorangebracht hat. Hier können Sie ihn anschauen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|